GEW Schleswig-Holstein

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Schleswig-Holstein
13. November 2016

Arbeits- und Gesundheitsschutz dürftig

Über 100 Personalräte aller Schularten verabschieden Proteststresolution

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz für Lehrkräfte in Schleswig- Holstein wird nur unzureichend umgesetzt. Seit der Vereinbarung zum Gesundheitsmanagement nach § 59 Mitbestimmungsgesetz, (veröffentlicht am 2. Februar 2015) ist immer noch nichts passiert. In einer Protestresolution machten über 100 Personalräte aller Schularten am 13. Oktober 2016 in Neumünster ihrem Unmut Luft.

Die Personalräte fordern:
• die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen und betrieblichem Eingliederungsmanagement (BEM)
• eine deutliche Aufstockung der Stellen für Fachkräfte für Arbeitssicherheit und den betriebsärztlichen Dienst
• eine Stundenentlastung für Schulleitungen, Gleichstellungsbeauftragte und Personalräte, damit sie diese Aufgaben wahrnehmen können
• Fortbildungen für Schulleitungen, damit diese die ihnen auferlegten Aufgaben sachgerecht durchführen können
• eine regelmäßige Veröffentlichung der Krankheitszahlen und Frühpensionierungen der Lehrkräfte
• ganztägige Angebote des IQSH zur Lehrkräftegesundheit, damit die Lehrkräfte nicht zusätzlich belastet werden
• mehr Mittel und Zeit für Fortbildung (auch zum Thema Gesundheit), damit Schulentwicklung und Lehrkräftegesundheit nicht in Konkurrenz stehen;
• dass das Ministerium für Schule und Berufsbildung endlich seine Verantwortung und Fürsorgepflicht für die Gesundheit der Lehrkräfte wahrnimmt.