GEW Schleswig-Holstein

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Schleswig-Holstein
21. September 2015
Thema: Hochschule

Keine Verbesserungen bei Demokratisierung - Fortschritte bei Mindestvertragslaufzeiten

GEW, ver.di und DGB bewerten Hochschulgesetz kritisch

Gemeinsam mit dem DGB und der Gewerkschaft ver.di hat die GEW Schleswig-Holstein eine ausführliche und kritische Bewertung des Entwurfs zur Änderung des Hochschulgesetzes (Drucksache 18/3156) und des Entwurfs eines Hochschulfreiheitsgesetzes Schleswig-Holstein (Drucksache 18/2984) abgegeben.

Aus unserer Sicht ist vor allem bedauerlich, dass keine Verbesserungen zur Demokratisierung von Hochschulen angegangen werden. Aspekte der Selbstverwaltung und Mitbestimmung aller Statusgruppen im gleichen Maße sind leider nicht zu finden. Auch der Hochschulrat hat im Entwurf noch immer zu viel Entscheidungsgewalt, sollte aber ein reines Beratungsgremium werden.

Doch es gibt auch Fortschritte hin zu guten Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen: In den vergangenen Verhandlungen fanden bereits einige zentrale Forderungen der GEW betreffend der Arbeitsbedingungen von Wissenschaftler*innen in den Entwurf Eingang wie etwa Mindestvertragslaufzeiten oder die Verpflichtung eines Verhaltenskodexes zum Umgang mit allen Beschäftigten - auch wenn es immer noch besser geht.

Nun gilt es im laufenden Anhörungsverfahren nicht nachzulassen! Dies wollen wir mit sichtbaren Aktionen in der Aktionswoche "Traumjob Wissenschaft" (www.traumjob-wissenschaft.de) untermauern.