GEW Schleswig-Holstein

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Schleswig-Holstein
12. Februar 2015

Personalräte für bessere Arbeitsbedingungen

150 Personalräte aus allen Schularten diskutierten mit Schul-Staatssekretär Dirk Loßack auf einer GEW-Personalrätekonferenz

Personalräte Schleswig-Holstein GEW

150 Personalräte aus allen Schularten diskutierten auf einer GEW-Personalrätekonferenz am 11.02.2015 mit dem Staatssekretär im Schulministerium Dirk Loßack. Dabei machten sie klar, dass mit den Stellenstreichungen endlich Schluss sein müsse. Nur dann ließen sich die Aufgaben im Unterricht erfüllen und dringend notwendige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen umsetzen.

Staatssekretär Loßack teilte mit, dass die Regelung, nach der den Schulen Vertretung erst nach zwei bis drei Wochen und dann auch nur zu 50 Prozent gewährt würden, aufgehoben worden sei. Dafür gab es aus dem Kreis der Personalräte viel Zustimmung. Gerade für verlässliche Grundschulen sei das ausgesprochen wichtig.

Problematisch sind aus Sicht aller Beteiligten die fehlenden Lehrkräfte in den Bewerberdateien. Staatsekretär Loßack bestätigte: Die Bewerberdatei sei nahezu leergefegt. Stellen blieben deshalb unbesetzt. "Das aufwändige Einstellungsverfahren nach PBON ist in dieser Situation völlig sinnlos!", sagte die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke. Doch der Staatssekretär blieb dabei, dass die Schulen keine Lehrkräfte mit falschen Fächern zugewiesen bekommen sollten.

In der Diskussion mahnten die Personalräte Maßnahmen seitens des Schulministeriums an, um die Arbeit für Lehrkräfte in Schleswig-Holstein attraktiver zu machen. Sonst drohe Schleswig-Holstein im Vergleich zu anderen Bundesländern das Nachzusehen zu haben. Die Personalräte sprachen auch noch ihre eigene Arbeitssituation als Personalräte an. Die Personalratsarbeit müsse bei der Arbeitszeit der Personalräte eindeutig besser berücksichtigt werden. Außerdem wäre es aus ihrer Sicht für die Personalratsarbeit hilfreich, wenn das Schulministerium die SchulleiterInnen in Sachen Mitbestimmungsgesetz besser qualifizieren würden.

Die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Blanka Knudsen stellte die neue Vereinbarung nach Paragraf 59 Mitbestimmungsgesetzt zwischen den Spitzenorganisationen DGB und dbb und der Landesregierung vor. Hier wird es jetzt um die Frage gehen, wie diese Vereinbarung mit Leben gefüllt werden kann.

Auch die Pläne der Landesregierung zur Besoldung der Lehrkräfte wurden angesprochen. Staatssekretär Loßack mochte dazu jedoch keine konkreten Auskünfte geben.