GEW Schleswig-Holstein

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Schleswig-Holstein
8. März 2016

GEW-Newsletter März 2016

 

A13: Raus aus der Warteschleife

Seit dem 1. Februar 2016 ist in Schleswig-Holstein ein neues Lehrkräftebesoldungsgesetz in Kraft. Die Lehrkräfte an Grundschulen schauen in die Röhre, die Grund- und Hauptschullehrkräfte an Gemeinschaftsschulen warten auf mehr Geld.

Viele KollegInnen haben mit der GEW aktiv dafür gestritten »A13 für alle Lehrkräfte« als Eingangsbesoldung durchzusetzen – an Grundschulen und Gemeinschaftsschulen! Das konnte für die Grundschulen noch nicht durchgesetzt werden – dafür werden wir weiter kämpfen müssen. Aber die angekündigte Beförderung der GH-KollegInnen an den Gemeinschaftsschulen darf nun nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden.

Die GEW hat im Ministerium nachgehakt. In einem ersten Gespräch zur Beförderung der GH-Lehrkräfte an den Gemeinschaftsschulen wurde folgender Zeitplan mitgeteilt: Rund um die Osterferien wird der Entwurf für die Lehrerlaufbahnverordnung  der GEW und dem DGB zur Stellungnahme zugeleitet. Es finden anschließend Gespräche statt und eine erneute Anhörung. Die GEW wird weiter Druck machen, damit die ersten Beförderungen im Sommer erfolgen.

 

 

KITA-Qualitätsdialog

Wer mit einer Veranstaltung in die Oper geht, weckt Erwartungen. Das taten auch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Sie luden am 01.03.2016 im Rahmen des Bundesprogramms Qualität vor Ort Fachkräfte aus Kindertagesstätten in die Kieler Oper ein. „In den Kitas müssen die „tragische Opern“  bei schlechten Rahmenbedingungen endlich runter vom Spielplan. Die Zahl der Kinder, für die eine einzelne Erzieherin Verantwortung trägt, ist einfach zu groß. Es macht für die Arbeit einen großen Unterschied, um wie viele Kinder sich eine Fachkraft kümmern muss. Das ist für die Qualität der Arbeit und für die Arbeitsbedingungen ganz entscheidend“, äußerte sich die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zur Kieler Veranstaltung.

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DaZ-Lehrkräfte stoßen an ihre Grenzen

„Die DaZ-Lehrkräfte stoßen an ihre Belastungsgrenzen. Viele Klassen sind zu groß, die Unterstützung zu gering. Für Elterngespräche bleibt viel zu wenig Zeit. Auf Dauer führt das zur Überlastung.“ Dieses Fazit zog die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Dienstag, 16. Februar 2016 in Kiel zum gegenwärtigen Stand des DaZ-Unterrichts in Schleswig-Holstein. Die GEW sehe durchaus, dass die Landesregierung in diesem Jahr schon neue Stellen bereitgestellt habe, so Astrid Henke. „Es hilft aber nichts. Die Personaldecke ist immer noch zu kurz. Wir brauchen mindestens 500 weitere Stellen."

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Tarifrunde bei Bund und Kommunen

Am 21. März starten in Potsdam die diesjährigen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Betroffen davon sind insgesamt über 2,1 Millionen Beschäftigte bei Bund und Kommunen. Im Organisationsbereich der GEW sind dabei vor allem die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst betroffen, also sozialpädagogische Fachkräfte an den kommunalen Krippen, Kindertageseinrichtungen oder in Jugendhilfeeinrichtungen. Diese Beschäftigtengruppe stellt bundesweit ca. 180.000 Beschäftigte bei Bund und Kommunen. Weitere Verhandlungsrunden finden am 11./12. April und am 28./29. April (Verhandlungsort jeweils Potsdam) statt.

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Wahlen zum Hauptpersonalrat Wissenschaft

Am 26. April wird ein neuer Hauptpersonalrat Wissenschaft gewählt. Die GEW tritt mit einer eigenen Liste an, auf der GEW-Mitglieder gemeinsam mit einigen unorganisierten KollegInnen kandidieren.

Als Mitglieder im Hauptpersonalrat Wissenschaft setzen sich die KollegInnen der GEW-Liste hochschulübergreifend für gute Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen ein und sind eine notwendige Ergänzung zu den örtlichen Personalräten.

Als oberstes Ziel steht, den Arbeitsplatz Hochschule als attraktiven Ort für Forschung, Lehre und Verwaltung unter sozialverträglichen Bedingungen mit Perspektive zu gestalten. Im Sinne der Templiner Manifestes und des Herrschinger Kodex der GEW bedeutet das konkret zum Beispiel, sich für eine Eindämmung der an den Hochschulen weit verbreiteten befristeten Arbeitsverhältnisse stark zu machen – Daueraufgaben sind mit Dauerstellen zu erledigen. Damit Zusammenhängend geht es darum, eine bessere Planbarkeit einer Karriere in der Wissenschaft zu erreichen, Altersarmut entgegenzuwirken und Familienfreundlichkeit zu fördern.

Die Kandidatinnen und Kandidaten werden in der April-Ausgabe der E&W Schleswig-Holstein vorgestellt.

 

Müssen wir Berufsbildung neu denken?

Sie galt lange Zeit als ein bedeutender Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft: die duale Berufsausbildung. Indien, China und viele weitere Länder wollen mit Deutschland kooperieren oder das deutsche System einfach kopieren, um ihre Arbeitnehmer mit mehr beruflicher Kompetenz auszustatten. Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Ländern mit dualer Berufsausbildung deutlich niedriger als in Ländern, die ihre Arbeitnehmer gar nicht oder rein schulisch / akademisch ausbilden.
Es spricht also auf den ersten Blick vieles dafür, das System der dualen Berufsausbildung zu stützen und auszubauen. Doch in Deutschland gerät die berufliche Bildung zusehends mehr unter Druck: die Zahl der abgeschlossenen Berufsausbildungsverträge sinkt seit Jahren und hat 2015 einen neuen Tiefstand erreicht; die Akzeptanz der beruflichen Ausbildung scheint unter Jugendlichen und deren Eltern zu sinken, seit Jahren steigt der Anteil der Jugendlichen, die mit Hochschulreife die Schulen verlassen; Unternehmensverbände vermelden, dass das Vertrauen ihrer Mitglieder in die Ausbildungsreife der Jugendlichen gesunken sei.

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Equal Pay Day: We want Sex in Kiel

Das neue Lehrkräftebesoldungsgesetz, nach dem die Grundschullehrkräfte mit A12 von der Besoldung an anderen Schularten abgehängt werden, zeigt die auch weiterhin anhaltende Diskriminierung von Frauen(berufen). Denn 91 Prozent der Grundschullehrkräfte sind Frauen. Aus diesem Grund lädt die Fachgruppe Grundschulen anlässlich des Equal Pay Day alle Interessierten zum Film WE WANT SEX ein.

Freitag, 18. 03. 2016, 16 Uhr, im STUDIO-Kino, Wilhelminenstraße 10, Kiel

Eintritt frei – im Anschluss ist Gelegenheit zur Aussprache

Anmeldungen bitte an: info@gew-sh.de

Die historische Auseinandersetzung um Sex Equality, die den englischen Frauen 1970 ein Gleichstellungsgesetz bescherte, schildert WE WANT SEX als vergnüglichen Geschlechterkampf. Regisseur Nigel Cole gelingt es in seinem Film ein komplexes Thema mit spielerischer Leichtigkeit zu behandeln. Dabei ergreift er kompromisslos Partei für die um gleiche Bezahlung ringenden Ford-Arbeiterinnen. 

 

GEW gegen CDU-Schweinefleischpflicht

Geht es nach der CDU-Landtagsfraktion, steht fortan immer auch Schweinefleisch auf den Speiseplänen von Kindertagesstätten und Schulen. Mit einem Antrag im Landtag wollen die Christdemokraten dieses Ziel durchsetzen.

„Kindertagesstätten und Schulen sind absolut selbständig in der Lage für einen ausgewogenen Speiseplan zu sorgen. Da brauchen sie keine Nachhilfe von der CDU-Landtagsfraktion. Wer Kita-Kindern und Schulkindern was Gutes tun will, sollte die öffentlichen Zuschüsse um einen oder besser noch zwei Euro pro Essen erhöhen. Dann können die Kinder und Jugendlichen ein qualitativ besseres Essen erhalten“, kommentierte Bernd Schauer, Landesgeschäftsführer der Bildungsgewerkschaft GEW am Dienstag, 1. März 2016 in Kiel den Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion.

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GEW-Preview in Flensburg: Unter dem Sand

Seit zwei Jahren läuft regelmäßig mit großem Erfolg in Kiel die GEW-Preview-Reihe. Darin zeigen wir unseren GEW-Mitgliedern kostenlos und exklusiv herausragende Filme, die sich gut für den Einsatz im Unterricht eignen. Mit dem Film UNTER DEM SAND – DAS VERSPRECHEN DER FREIHEIT wollen wir nun auch einmal unseren GEW-Mitgliedern im Norden des Landes dieses attraktive Angebot unterbreiten.

Passenderweise haben wir dafür einen Film ausgesucht, der von seiner deutsch-dänischen Thematik her geradezu prädestiniert ist, in der Grenzstadt Flensburg gezeigt zu werden. Wir präsentieren UNTER DEM SAND – DAS VERSPRECHEN DER FREIHEIT am 20. März 2016 um 14.00 Uhr im Kino 51 Stufen (Friedrich-Ebert-Str. 7).

Wie komme ich an eine Karte? Der kostenlose Kinobesuch setzt nur die Aufnahme in eine Gästeliste voraus. Um eine Kartenreservierung zu erhalten, muss ich bis spätestens  16. März 2016 eine E-Mail an info@gew-sh.de schicken. Das Angebot richtet sich ausschließlich an GEW-Mitglieder. Jedes GEW-Mitglied kann eine weitere Person mitbringen, sich also 2 Karten (nicht mehr!) reservieren lassen. Im Kino liegt eine Gästeliste aus. Der GEW-Ausweis muss nicht mitgebracht werden. Eine Reservierungsbestätigung wird nicht verschickt. Keine Rückmeldung heißt: Die Plätze sind reserviert.

Weitere Infos zum Film gibt es hier

 

Save the Date: Wie kann DaZ gelingen?

Am 21.4.2016 wird es von 16:30 bis 18:30 eine Veranstaltung der GEW zum Thema DaZ - Ratschlag gegen Überlastung und für gute Bildung im Legienhof in Kiel geben. Nähere Informationen dazu werden in Kürze auf der GEW-Homepage veröffentlicht.

 

Termine

Alle Termine gibt es hier

29.03.2016: Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen. Lesung und Diskussion mit Jürgen Grässlin

22.04.2016: Teamstrukturen stärken

23.04.2016: Gesundheitsschutz an Schulen verankern